Firmkursbeginn

„Soll ich mich firmen lassen?“

... Zum ersten Treffen des Firmkurses am Samstag, dem 25. Februar, erschienen dann 13 (Weitere sind herzlich willkommen!) Kandidatinnen und Kandidaten im Bernwardhaus. Hier ging es zunächst um das gegenseitige Kennenlernen und einen Austausch über die Erwartungen an den Kurs, die Firmbegleiter und die Gemeinde.

Nach der gemeinsamen Teilnahme am Gottesdienst am Sonntag machen sich alle auch inhaltlich auf den Weg. Da wurde von den eigenen Vorstellungen über das, was einem wichtig im Leben ist – durchaus auch manchmal kontrovers –, diskutiert und nachgedacht über die Bedeutung Gottes für das eigenen Leben.

In den kommenden Gruppenstunden wird es um Vorstellungen von Gott, die eigenen wie auch die anderer Menschen gehen. Vor dem Hintergrund des nahenden Oster- und Pfingstfestes sollen dann u. a. der Lebensweg Jesu, der Heilige Geist, die Frage nach der Selbstbestimmung des Menschen in den Blick genommen werden. Sicher kommt es dann wie in der ersten Gruppenstunde zu einem lockeren, manchmal spielerischen und von gegenseitigem Respekt begleiteten Austausch über die eigenen Ansichten und Vorstellungen, wohl aber auch zu neuen Erkenntnissen und Betrachtungen mit anderen Augen.

Was ist sonst noch geplant? Abgesehen von der Arbeit in den Gruppentreffen gestalten die Jugendlichen eine Kreuzwegandacht, nehmen an einer Bußandacht teil und besuchen die Chrisammesse mit Bischof Trelle in Hildesheim.

So gestärkt werden die Kursteilnehmer dann im August das Sakrament der Firmung empfangen.

Wir wünschen den Jungendlichen bis dahin viel Freude und bleibende Erfahrungen als lebendige Glieder des Leibes Christi und natürlich auch gute Erinnerungen an die Firmvorbereitung und die ihre Firmung. Begleiten wir auch die Jugendlichen mit Interesse an ihrem Weg, wie sie es sich beim ersten Treffen von der Gemeinde gewünscht haben, und schließen wir sie in unser Gebet ein.

Nun aber zurück zur Frage nach dem Sakrament der Firmung: Firmung ist das letzte der drei so genannten Initiationssakramente, der Sakramente zur Aufnahme in die Kirche, in den mystischen Leib Christi. Sie besteht aus der symbolhaften, aber wirksamen Handauflegung, die an die Gegenwart des Heiligen Geistes erinnert, und der Salbung mit Chrisamöl durch einen Bischof. Der Firmling bekräftigt damit seine Taufe und wird nun erwachsenes Mitglied der kirchlichen Gemeinschaft.

In der Frühzeit des Christentums wurde dieser Aufnahmeritus in die Kirche noch zusammen mit der Wassertaufe und der Kommunion vollzogen. Im vierten Jahrhundert traten die Riten dann auseinander, da die Zahl der zu taufenden Menschen so schnell stieg, dass nicht immer ein Bischof anwesend sein konnte und man zur Kindertaufe überging, die genauso wie die Erstkommunion auch ohne Anwesenheit eines Bischofs von einem Priester gespendet werden konnte. Da man aber an der Handauflegung durch einen Bischof festhalten wollte, trennte man die Riten von einander.

So wurden aus dem ursprünglich einen Sakrament drei. Das letzte, die Firmung, vollendet die Taufe.