Weihnachtsbrief von Pfarrer Berkefeld

Liebe Gemeindemitglieder,

liebe Freunde und Gäste in St. Bernward

 

„Seht, ein Stern ist aufgegangen

denen, die in Nacht gefangen.

zu dem Kinde voll Verlangen

zieh`n von fern die Könige her.“

 

So lautet die deutsche Übersetzung eines weihnachtlichen Hymnus aus dem 15. Jahrhundert, den wir auch in unserem Gesangbuch finden.

Dieses Lied sagt mir: Um an Weihnachten ganz da zu sein, müssen wir aufbrechen. Zwar kommt uns das Datum des Festes mit jedem Tag näher, aber sein Sinn entzieht sich uns, wenn wir uns nicht selbst darauf zu bewegen. Ein solcher Aufbruch wird für jeden von uns anders aussehen. Unsere Lebensumstände, von denen aus wir auf Weihnachten zugehen, sind sehr unterschiedlich. Aber eigentlich gibt es keinen Ort, von dem aus Weihnachten nicht zu erreichen wäre; und seien unsere Ausgangsbedingungen noch so schwierig.

Seht, ein Stern ist aufgegangen! – Die Adventszeit hält uns Sterne in größter Zahl und allen möglichen Varianten vor Augen – gut so! Lassen wir uns bei unseren Wegen durch die Straßen und Läden von ihnen fragen: Wohin zieht mich mein Verlangen? Wie weit will ich sein, wenn Gott unsere Welt besucht? Wo soll ER mich antreffen, wenn er einzieht?

Viele Traditionen und Bräuche prägen unsere Adventszeit. Wenn Sie uns beim Aufbruch helfen, uns auf das richtige Ziel zubewegen, sollten wir an ihnen festhalten. Wo sie uns hindern, sollten wir über sie nochmal nachdenken.

Ich wünsche uns allen noch gesegnete Adventstage und dann ein frohes Weihnachtsfest!

 

Ihr Pfarrer Berkefeld