Briefe an die Gemeinde

Übrigens ...

Wöchentliche Grußworte aus unserem Pastoralteam

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Grußwort unseres Pfarrers Dr. Th. Kellner zu Weihnachten 2022 und zum Jahreswechsel 

Liebe Schwestern und Brüder im Pastoralbereich Hannover-Süd,

der Tod von Queen Elizabeth II. im September hat mich an meinen ersten England-Aufenthalt im Jahr 1977 erinnert. Ich war damals 14 und nahm an einem Schüleraustausch mit unserer Partnerstadt Stroud in der Grafschaft Gloucestershire teil. Überall im Land wurde damals das silberne Thronjubiläum der Königin gefeiert. Mit ihrem perlenbesetzten Diadem auf dem Kopf schaute sie nicht nur von den unzähligen Fähnchen herab, die überall im Land aufgehängt oder aufgesteckt waren. Ihr Konterfei lächelte mich mit der gewohnten königlichen Milde auch von Bleistiften, Regenschirmen, Kaffeetassen, Wandtellern und Aschenbechern an. Das war für mich neu und so führte ich bei meiner Rückreise selbstverständlich auch ein königliches Souvenir in Form eines Plastikuntersetzers mit mir. God save the Queen! Ich hatte meine erste royale Lektion gelernt.

Noch etwas anderes ist mir von diesem Aufenthalt in lebendiger Erinnerung geblieben: Der Kamin im Haus meiner Gastfamilie. Meine Gasteltern bewohnten mit ihren vier Kindern ein altes, typisch englisches Einfamilienhaus. In ihrem Wohnzimmer saßen wir fast jeden Abend vor einer offenen Feuerstelle. Mein Gastvater ermunterte mich, den Kamin anzuzünden. Das war anfangs gar nicht so leicht, aber mit jedem Abend wurde meine Routine besser. Und bald gelang mir das Feuermachen mühelos. Nach kurzer Zeit hatten alle, die im Haus waren, ihre Plätze eingenommen. Es gab heißen Tee mit Milch, dazu etwas Gebäck. Einen Fernseher brauchten wir nicht. Wir schauten ins Feuer und irgendwie entstand dann immer ein Gespräch. ...

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 Mein Englisch war damals noch sehr am Anfang, aber alle bemühten sich um Verständigung. Ganz selten traute sich Peter, mein Austauschpartner, mit mir Deutsch zu sprechen. Er konnte es gut, aber ihm fehlte wohl etwas der Mut. Dafür konnte er ausgezeichnet Gitarre spielen. Darum beneidete ich ihn.

Feuer hat Menschen aller Zeiten fasziniert. Schon immer haben sie um ein Feuer herumgesessen, gekocht und miteinander gegessen. Sie sind sitzen geblieben, haben von ihren Erlebnissen berichtet und sich am Feuer in kalten Nächten gewärmt. Diese Wärme tut uns gut. Das spüren wir in diesem Winter ganz besonders. Viele von uns haben die Temperaturen in ihren Wohnungen und Häusern wegen der Energiekrise reduziert. In den Kirchen unseres Pastoralbereichs haben wir auf das Heizen vollständig verzichtet. Ist Ihnen schon einmal aufgefallen, dass in den meisten – vielleicht sogar in allen – Krippendarstellungen die Hirten an einem Lagerfeuer sitzen? Was für ein großartiges Symbol für die wärmende Liebe unseres Gottes, die mit der Ankunft des göttlichen Messiaskindes erfahrbar wird. Um dieses Feuer unseres Glaubens versammeln wir uns immer wieder. Es wärmt nicht nur unser Herz. Es bringt auch Licht in so manche dunkle Stunde, die wir miteinander durchstehen müssen.

Ein frohes Weihnachtsfest und ein friedliches, von diesem göttlichen Feuer erfülltes neues Jahr 2023 wünscht

Ihr/Euer Pfarrer

Thomas Kellner


Grußwort zum Sommer 2022

Liebe Schwestern und Brüder im Pastoralbereich Hannover-Süd,

als Student habe ich einmal einige Besinnungstage im Kloster Maria Laach in der Eifel verbracht. Mich beschäftigte damals die Frage, ob für mich auch ein Leben in einem Kloster denkbar sei. Das benediktinische „Ora et labora!“ – „Bete und arbeite!“ hatte mich sehr angesprochen. Ich stellte mir ein Leben als Mönch vor, der einerseits im Kuhstall und auf den Feldern seiner Arbeit nachging und anderseits die regelmäßigen Gebeten der Mönche verrichtete. Von dieser Vorstellung musste ich mich jedoch schnell wieder verabschieden. Die Laacher Benediktiner hatten sich schon Jahre zuvor von ihrer Ökonomie, also ihrer Landwirtschaft, verabschiedet und die Ländereien an umliegende Bauern verpachtet. Sie war unwirtschaftlich geworden und niemand wollte mehr die schwere körperliche Arbeit machen. Meinen Plan, benediktinischer Mönch zu werden, gab ich also wieder auf und wurde Weltpriester mit einem gewissen Hang zur Gartenarbeit.

Ganz umsonst waren die Tage in der Eifel dennoch nicht. Aus der klösterlichen Lebensart habe ich ein Wort mitgenommen, das mir gerade dann wieder in den Sinn kommt, wenn ich Pausenzeiten genießen darf. Unmittelbar nach dem gemeinsamen Mittagessen trafen sich die Mönche täglich zum Kaffeetrinken in einem anderen Raum. Sie setzten sich in kleinen Gruppen zusammen und tauschten die neuesten Nachrichten und Erfahrungen aus. Diese Zeit und den Ort, an dem sie sie verbrachten, nannten sie Rekreation. Im Deutschen bedeutet das so viel wie Wiederschöpfung. Dieses Wort gefällt mir bis heute. Es erinnert mich daran, dass diese Zeiten notwendig sind, um nicht auszubrennen und damit völlig zu er-schöpfen. Schließlich hat der große Schöpfer am siebten Tag auch eine Auszeit genommen und sich an seinem Werk gefreut. Das-Leben-Genießen liegt also durchaus auf seiner Linie.

Ihnen allen wünsche ich einen schönen Sommer und vor allem eine gute Rekreation!

Herzliche Grüße

Ihr Pfarrer Thomas Kellner


Weihnachtsgruß 2021 von Pfr. Dr. Thomas Kellner

Liebe Schwestern und Brüder im Pastoralbereich Hannover-Süd,

während der Corona-Pandemie haben wir alle miteinander etwas lernen müssen, das uns schon beim Autofahren mehr als schwerfällt, Abstand zu halten. Hinzu kommt die ständige Verpflichtung, unser Gesicht mit einem Mund-Nasenschutz zu bedecken. Als die ersten Gottesdienste nach dem großen Lockdown im Frühjahr 2020 wieder anfingen, begrüßte einer meiner evangelischen Kollegen seine Gottesdienstbesucher in Dachau mit den Worten: „Herzlich willkommen zu unserem ersten Banditengottesdienst!“ Manchmal komme ich mir wirklich so vor, besonders, wenn ich im Gottesdienst die Kommunion austeile.

Wenn ich in der Anfangszeit der Corona-Pandemie einkaufen ging, begegnete ich meinen Mitmenschen mit der Vorstellung, einer von ihnen würde mich bestimmt anstecken. Also blieb ich misstrauisch stehen, bis sie an mir vorbeigegangen waren. Ich hörte auf zu atmen und schaute nach unten. Mit mir machten sie es genauso. Sie wichen aus, wechselten den Gang, blieben stehen und wandten sich ab.

Es ist einfach paradox! Die Corona-Pandemie verlangt von uns das genaue Gegenteil von dem, was wir uns eigentlich wünschen: Nähe, Zuwendung, gegenseitiges Vertrauen und aufatmen zu können. Das Gesicht des anderen möchte ich sehen, weil ich darin erkennen kann, wie es ihm geht und mit welcher Haltung er mir begegnet. Und von mir selbst sollen das andere auch sehen können. Es wird wohl noch etwas Zeit brauchen, bis das wieder wie vor der Pandemie möglich ist.

Wie großartig und unglaublich schön, dass uns an Weihnachten genau diese Erfahrung mit Gott geschenkt wird! Er zeigt uns sein Gesicht. In dem Kind in der Krippe lächelt er uns liebevoll zu. Berührungsängste mit uns Menschen sind ihm fremd. Soviel Nähe des Himmels könnte einem schon den Atem stocken lassen. Aber das genaue Gegenteil ist sein Wunsch für uns, dass wir in seiner Gegenwart aufatmen können und Vertrauen wagen, nicht nur an Weihnachten. Diesem Wunsch schließe ich mich für Sie gerne an.

Frohe Weihnachten und ein gesegnetes neues Jahr 2022!

Ihr Pfarrer

Thomas Kellner


Pfarrer Dr. Thomas Kellner stellt sich vor

Liebe Mitglieder der Pfarrgemeinde St. Bernward,

am 18. April werde ich in Laatzen, St. Oliver von Propst Dr. Christian Wirz in das Amt als Pfarrer des Pastoralbereichs Hannover-Süd eingeführt. Dieser Tag wird für mich ein besonderer Tag sein. Nicht nur, weil für mich ein neuer Lebensabschnitt als Leiter und Seelsorger von vier Pfarreien beginnt, sondern auch weil sich an diesem Tag zum 50. Mal der Tag meiner Erstkommunion jährt. Diesen Tag pflege ich genauso in meinem Gedächtnis wie meinen Geburts- und Namenstag oder die Daten von Diakon- Priesterweihe und Primiz.

An diesen Tag habe ich noch viele Erinnerungen. Zum Beispiel, dass ich jedes Mal während der Predigt unseres damaligen Pfarrers in der St. Mauritius-Kirche zu Desingerode zusammenzuckte, wenn er den Namen des Apostels Thomas nannte. Bis heute ist das Evangelium vom „ungläubigen“ Thomas am Weißen Sonntag der Standardtext. Ich erschrak, weil ich dachte, dass der Pfarrer mich meint, mich Thomas Kellner. Ich befürchtete, eine seiner spontanen Fragen, zu denen er gelegentlich neigte, beantworten zu müssen. Das war zum Glück nicht der Fall. Gott sei Dank! Eigentlich hat sich seit diesem Tag nichts geändert. Ich fühle mich in jeder Messe immer noch angesprochen, vom Wort Gottes und von der Feier der Eucharistie. Sogar meine Management-Theologie, die ich in meiner Doktorarbeit entwickelt habe, basiert im Wesentlichen auf Einsichten der Eucharistielehre. In den letzten Jahren habe ich sie an verschiedenen Stellen und in verschiedenen Aufgaben in Deutschland, Österreich und der Schweiz weitergeben und weiterentwickeln dürfen.

Als promovierter Pastoraltheologe bin ich mit Theologie allein nie zufrieden. Meine Theologie ist immer auf der Suche nach Praxis und aus meiner Praxis entsteht vielleicht wieder neue Theologie.

Wie das mit vier Pfarreien gleichzeitig gehen soll, kann ich mir im Augenblick ganz und gar (noch) nicht vorstellen. Da bin ich tatsächlich

Ihr

ungläubiger Pfarrer Thomas Kellner

 

 

 


Weihnachtsgruß des Pastoralteams (2020)

Liebe Gemeinde,

vor uns liegen die Weihnachtstage, und in diesem Jahr sind diese eine große Herausforderung: Begegnungen mit Augenmaß, Feiern mit Abstand, Gottesdienste mit wenigen Teilnehmern und ohne Weihnachstlieder ...

Ich freue mich aber mit dem ganzen Pastoralteam, dass so viele von Ihnen ihre Kraft, ihre Zeit und ihr Engagement aufgebracht haben, die Adventstage und besonders jetzt auch die Weihnachtstage trotz der Corona-Pandemie zu wertvollen Tagen zu machen.

Und wenn nicht alle an den Gottesdiensten am Heiligabend oder Weihnachten teilnehmen können, laden ja auch die Neujahrsgottesdienste und das Dreikönigsfest zum Besuch eines Gottesdienstes ein. Vielleicht ist es Ihnen auch möglich, sich auf den Weg zu machen, um bei der Krippe vorbeizuschauen. In unseren Kirchen stehen dafür an den Feiertagen die Türen offen.

Aber die Situation in diesem Jahr lädt uns ganz besonders ein, ...

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Osterbrief 2020 von Diakon Jonissek

Liebe Mitmenschen, die Sie in dieser schweren Zeit jetzt Trost und Hoffnung, Zuflucht und Nähe in Ihren Gebeten zu unserem Gott suchen.

Liebe österliche Gemeinden.

Das hätte ich nie gedacht. Mir fehlt etwas, wenn ich am Sonntagmorgen den Gottesdienst „nur“ am Fernseher, nur im Internet, nur in meinem Zimmer mitverfolgen, mitfeiern kann. Nun bin ich so alt geworden, aber so etwas hat es noch nie gegeben, und nur wenn es aus gesundheitlichen Gründen gar nicht ging, habe ich meine sonntägliche Pflicht, die zum Bedürfnis geworden ist, versäumt.

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Zweiter Brief von Pfarrer Berkefeld anlässlich der Corona-Krise

(Eine Änderung betrifft die aus St. Oliver übertragenen Gottesdienstzeiten.)

Liebe Gemeindemitglieder und Kirchenbesucher, liebe Schwestern und Brüder!

Leider müssen wir in diesem Jahr die Kar- und Ostertage in einer sehr anderen Weise verbringen als viele von uns das gewohnt sind. Wir hatten gehofft, dass sich die Corona-Pandemie bis zu diesem höchsten Fest unseres Glaubens soweit hätte bezähmen lassen, dass uns die gemeinsame Feier der Gottesdienste möglich sein würde. Doch stellen wir fest: Wir Menschen stoßen an unsere Grenzen. Aber: ...

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Erster Brief von Pfarrer Berkefeld an die Gemeinde anlässlich der Coroana-Krise

Liebe Gemeindemitglieder und Kirchenbesucher, liebe Schwestern und Brüder! Schweren Herzens hat unser Bischof Heiner verfügt, dass bis auf weiteres keine öffentlichen Gottesdienste mehr gefeiert werden dürfen, um einer allzu schnellen Ausbreitung des Corona-Virus entgegenzuwirken. Die Sonntagspflicht für alle Katholiken ist aufgehoben. Noch wissen wir nicht, wann diese Regelung endet. ...

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Liebe Gemeindemitglieder, liebe Freunde und Gäste in St. Bernward!

Wer die Geschichte von der Feldmaus Frederik kennt, fühlt sich vielleicht in dem Gedicht von Christian Wagner an sie erinnert. Was er in seinem Sommergedicht so verheißungsvoll schreibt, das wünsche ich uns allen in diesen Wochen des Sommers mit seiner Ferien- und vielleicht auch Reisezeit.

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„Liebe Brüder und Schwestern im Herrn“

Nach einem Jahr muss ich wieder weitergehen. Hiermit möchte ich mich von Ihnen verabschieden, denn ab dem 1. September übernehme ich eine Pfarrei in meinem Bistum Thorn. Die Zeit hier war für mich eine schöne und reichhaltige Zeit. Mit Einigen habe ich schon nähere Bekanntschaft geschlossen, und jetzt... !

Ich bedanke mich bei allen für die vielen Bekundungen des Wohlwollens, der Freundlichkeit und des Bedauerns wegen meines Weggehens. Ein Dank auch an diejenigen – davon bin ich fest überzeugt – die für mich und andere Priester gebetet haben. Meinerseits habe ich Sie stets in meine Gebete eingeschossen.

Nochmals herzlichen Dank für alles, was ich in dieser Pfarrgemeinde erleben durfte.

Vergelt’s Gott!                                                                                   

Ihr Pastor Rychert

Wir können uns freuen! Obwohl die Abberufung von Pastor Rychert zurück in sein Heimatbistum für uns alle so überraschend kam, bleibt das Team der Hauptamtlichen nicht ohne einen dritten Priester. Für unseren Pastoralbereich Hannover-Süd wurde Pastor Christoph Müller zum Pfarrvikar ernannt. Derzeit macht er noch die Vakanzvertretung in Springe, aber bereits im Laufe des Septembers wird er zu uns kommen und ins Pfarrhaus von St. Augustinus ziehen. Im nächsten Pfarrbrief wird er sich uns sicherlich selber vorstellen. Aber da man gute Nachrichten nicht zurückhalten soll, bekommen Sie diese ersten Informationen schon jetzt. Heißen wir Pastor Müller herzlich willkommen, freuen wir uns auf ihn!

 

Liebe Gemeindemitglieder, eine weitere Veränderung wurde vom Kirchenvorstand beschlossen und betrifft vor allem den Kirchort St. Eugenius: Unsere dortige Sekretärin, Patricia Thiele, beendet zum 30. Juni ihre Arbeit. Nach ausführlicher Diskussion hat der Kirchenvorstand beschlossen, wegen der geringen Besucherfrequenz die Stelle nicht erneut auszuschreiben, sondern das Büro mit dem Büro von St. Bernward zusammenzulegen. Zukünftig werden Sie gebeten Messbestellungen und Anfragen zur Anmietung des Pfarrheimes im Döhrener Büro zu machen (Hildesheimer Str. 241, Tel: 83 18 80).

Ich bitte Sie, diese Veränderung wohlwollend mitzutragen.

Ihr Pfarrer Berkefeld


Gemeindebrief zur Fastenzeit 2018

An den ersten Sonntagen des neuen Jahres hören wir aus den Evangelien von den Berufungserfahrungen der ersten Jünger. Wir hören von diesem besonderen Anfang der ersten Gemeinschaft, die sich um Jesus scharte.

Mich fasziniert es immer wieder wie es Jesus gelang, das Interesse dieser Menschen zu wecken und sie zu ermutigen, dem inneren Impuls nachzugeben und sich auf das Wagnis des Mitgehens einzulassen. Aber was müssen das auch für Menschen gewesen sein, die für seine Botschaft empfänglich waren?

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Gemeindebrief von Pfarrer Berkefeld (Oktober 2017)

Liebe Gemeindemitglieder,
liebe Leserinnen und Leser unseres Pfarrbriefes!

Von dem Philosophen Arthur Schopenhauer (1788-1860) stammt der Satz: „Im Menschenleben ist es wie auf der Reise: Die ersten Schritte bestimmen den ganzen Weg.“

Schon im ersten Schritt einer Reise geben wir die Richtung an und damit auch das Ziel, auf das wir zugehen, oder von dem wir uns angelockt fühlen. Mit dem Setzen des ersten Schrittes nimmt der Gehende seinen Weg an. Und die Art und Weise wie dieser erste Schritt gesetzt wird, zuversichtlich oder zögernd, kraftvoll oder zaghaft, offenbart vielleicht bereits das Vorzeichen, unter dem dieser Weg gegangen wird.

„Die ersten Schritte bestimmen den ganzen Weg.“

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Weihnachtsbrief 2017 von Pfr. Berkefeld

Liebe Gemeindemitglieder, liebe Gäste,

von dem bengalischen Dichter und Philosophen Tagore stammt der Satz: „Jedes neugeborene Kind bringt die Botschaft, dass Gott sein Vertrauen in die Menschheit noch nicht verloren hat.“ Aus diesen Worten kann man sehr viel Hoffnung heraushören. Eine Hoffnung, die vielleicht auch den ersten Blick von Eltern auf ihr neugeborenes Kind begleitet. Die Hoffnung, dass es diesem Kind gutgehen, und dass es selbst ein guter Mensch werden möge. Die Hoffnung, dass mit diesem unschuldigen Kind etwas ganz Gutes in diese Welt gekommen ist, das vielleicht dabei helfen wird, die Menschheit insgesamt ein wenig besser zu machen. Tagore spricht angesichts eines Neugeborenen auch von Gott und von seinem Vertrauen in die Menschheit, das noch nicht verloren wurde. Er scheint also die Gefahr zu sehen, dass dieses Vertrauen Gottes ein Ende haben könnte.

Nun begehen wir in diesen Tagen das Weihnachtsfest. Und auch wir schauen auf ein neugeborenes Kind. Verschiedene Krippendarstellungen stehen in den vielen Kirchen und bei uns Zuhause und laden zur Betrachtung ein. Unzählige Bilder von Künstlern unterschiedlichster Epochen haben die Geburt dieses Kindes zum Gegenstand. Warum? Was sollen wir sehen?

Das Kind auf unseren Weihnachtsbildern ist kein gewöhnliches Menschenkind. Es ist Gottes Sohn. Es ist Gott. Gott, der als ein wehrloses Kind geboren wird. Gott, der auf diese Weise sein Vertrauen in den Menschen zeigt, weil er sich durch diese Geburt für immer an die Menschheit bindet.

Das Weihnachtsbild ist ein Bild voller Hoffnung, denn es weiß nichts von einem möglichen Ende des Vertrauens Gottes in die Menschheit. Im Gegenteil, für immer bleibt er ihr verbunden. Er weiß um das Gute, das oftmals verborgen in seinem Ebenbild, dem Menschen, liegt. Aber er wird es ans Licht bringen. Er wird erlösen und vollenden, was er begonnen hat. Deshalb wird er ein Mensch. Er wird ein Mensch, damit der Mensch sein Vertrauen in Gott nicht verliert.

O du fröhliche, du selige, Gnaden bringende Weihnacht!

Thomas Berkefeld, Pfarrer

Brief zu Ostern 2017 von Diakon G. Jonissek

 Liebe österliche Gemeinde.

Ich brauche Ostern!

Mein Ostererlebnis in diesem Jahr fing schon in der Fastenzeit an. Mein „Aha Erlebnis“ hatte ich, als ich mit einer Gruppe evangelischer Konfirmanden die Kreuzwegstationen in unserer Kirche gegangen bin. Erst einmal habe ich mich darüber gefreut, dass auch sie ein richtiges Interesse an dem Geschehen hatten, was Jesus auf seinem Weg von der Verurteilung bis hin zu seiner Grablegung begegnet ist.

 

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Brief zur Fastenzeit 2017 von Pfarrer M. Pyrek

Liebe Gemeindemitglieder,

auf einem oberbayerischen Bauernhof baute die Familie kurz vor Heiligabend die Weihnachtskrippe auf. Ein Stall wurde hingestellt, dann die Hirten mit ihren Schafen, die Engel, der Stern von Bethlehem wurde über dem Stall angebracht, Ochs und Esel wurden in den Stall hineingestellt und schließlich Maria und Josef. Endlich stellte die Bäuerin auch die Krippe in den Stall. Jetzt fehlte nur noch das Jesuskind. Aber: Es war nicht auffindbar. Weihnachten ohne das Jesuskind! Das konnte nicht sein.

 

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Gemeindebrief von Diakon Gerd Jonissek

Liebe Gemeinde.

Ja, nun ist es soweit. Ich habe mein 65. Lebensjahr im April 2016 vollendet und darf nun, nach über 47 Dienstjahren, in den Ruhestand gehen. 30 Jahre Dienst im Forschungslabor der MHH, 3 Jahre Labor und gleichzeitig Gemeindeaufgaben, und 17 Jahre Dienst in der Gemeinde liegen damit hinter mir. Davon auch 9 Jahre zusätzlich als ehrenamtlicher Notfallseelsorger bei der Berufsfeuerwehr Hannover. Eine wertvolle Zeit, die mich ganz besonders geprägt hat. Alles habe ich gern getan; letzteres eher auch als Berufung erfahren.

 

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Weihnachtsbrief 2016 von Pfarrer M. Pyrek

 Liebe Schwester und Brüder.

 Jedes Jahr, meistens am Heiligen Abend bringen die Pfadfinder in unsere Pfarrgemeinden ein besonderes Licht. Dieses Licht wird von Bethlehem - wo Jesus geboren wurde - entzündet, und per Flugzeug nach Wien und später nach ganz Europa gebracht.

 

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Osterbrief 2013 von Diakon G. Jonissek

 

Liebe, in brennender österlichen Freude lebende, Gemeinde.

Wie ein Lauffeuer ging es an jenem 13. März 2013 um 19.06 Uhr durch die Medien. Die ganze Welt hat es innerhalb nur weniger Augenblicke gleichzeitig erfahren: Habemus papam. Wir haben einen neuen Papst.

 

 

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